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Burg Freudenberg, Gesamtansicht

In der 35 km nordwestlich von Diepholz liegenden Stadt Bassum (ehemals Grafschaft Hoya) gibt es neben dem sehr bekannten Stift noch eine weitere, weniger bekannte historische Stätte: die Burg Freudenberg. Sie wurde 1388 erstmals erwähnt. Graf Otto III. von Hoya errichtete die kleine Festung, nachdem Bremen nach dem Kauf der Grafschaft Neubruchhausen durch die Grafen von Hoya Lehenshoheit auf das Gebiet geltend machte. Um die Burg entstand der Burgflecken Freudenberg. 1407 ging die Burg durch Verpfändung als Brautschatz für rund 100 Jahre in den Besitz der Edelherren/Grafen von Diepholz. Nachdem 1526 eine neue Regelung zwischen den Grafen von Hoya und Diepholz getroffen worden war, übertrugen die Gafen von Hoya Freudenberg dem Landgrafen Philipp von Hessen als Lehen, nachdem dieser auf seine Rechte an Nienburg, Liebenau und Drakenburg zugunsten der Welfen verzichtet hatte. Dem entsprechend fiel Freudenberg nach dem Aussterben der Grafen von Hoya 1582 an Hessen, während die Welfen Bassum übernahmen. Die Burg mit dem kleinen Flecken und dem Amt war fortan eine hessische Exklave. 1816 fiel sie an das Königreich Hannover. Dieses hannoversche Amt Freudenberg ging dann 1885 im Kreis Syke auf, dieser wiederum im Kreis Diepholz. Der Flecken Freudenberg wurde 1896 an Bassum angeschlossen. Die Burg Freudenberg begann im 17. Jahrhundert zu verfallen und wurde schließlich abgerissen. An ihrer Stelle errichtete man das heute noch vorhandene Amtshaus. Es ist heute Eigentum der Stadt Bassum.

 

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Das ehemalige Amtshaus auf der Burganlage des Amtes Freudenberg

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Der Burggraben

© Otwin Skrotzki.